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Als Vinyl bezeichnet man im Allgemeinen ein weiches Polyvinylchlorid (PVC).
Polyvinylchlorid ist ein amorpher thermoplastischer Kunststoff. Es ist hart und spröde, von weißer Farbe und wird erst durch Zugabe von Weichmachern und Stabilisatoren weicher, formbar und für technische Anwendungen geeignet.
Der Zusatz von Weichmachern verleiht dem von Natur aus harten Werkstoff Eigenschaften, die denen von Gummi sehr ähnlich sind. Als Weichmacher werden vor allem Phthalsäureester eingesetzt. Weniger Bedeutung haben Adipinsäureester und Phosphorsäureester.
Die Weichmacher lagern sich bei der thermoplastischen Verarbeitung zwischen die Molekülketten des PVC ein und lockern dadurch das Gefüge auf. Da es sich bei der Einlagerung nicht um eine chemische Bindung handelt, können Weichmachermoleküle von der Oberfläche der PVC-Artikel verdampfen oder in andere Stoffe migrieren.
Als Stabilisatoren werden meist Kadmium, aber auch Gold und Platin eingesetzt. Diese sollen die Weichmacher stabil im Material binden.